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Case Management

Bedeutung und Vorteile

Case Management Case Management bietet Menschen, welche sich beispielsweise durch einen Unfall, Schlaganfall, Erkrankung, Erwerbsunfähigkeit o.ä. in einer veränderten Lebenssituation befinden, Unterstützung. Durch diese Situation ergeben sich meist viele Fragestellungen für die betroffenen Personen wie z.B.: Werde ich wieder arbeiten können? Kann ich wieder an meinen Arbeitsplatz zurückkehren? Wann bekomme ich einen Reha Platz? Welche finanziellen Möglichkeiten habe ich jetzt noch? Komme ich mit dem verbleibenden Geld aus? Vielfach sind hierdurch die betroffenen Personen aber auch deren Familien extremen Belastungen und Ängsten ausgesetzt und können die daraus resultierenden Herausforderungen nicht mehr alleine bewältigen.

Genau hier setzt das Betreuungskonzept des Case Management an. Dieses versucht mit den betroffenen Personen gemeinsam Lösungen zu finden und offene Fragen zu beantworten. Da es bereits ein sehr breites Spektrum Leistungen im Gesundheits- und Sozialbereich gibt, ist es für die betroffenen Menschen oft sehr schwierig die für sie passenden Angebote zu identifizieren.

Aufgabe des Case Management ist es, Personen bei dem Weg auf ein gemeinsam definiertes Ziel zu begleiten uns sie zu unterstützen. Ein mögliches Ziel bei einer durch einen Unfall beeinträchtigten Person wäre, eine Begleitung des Patienten, bis er seinen Lebensalltag so gut wie möglich wieder alleine bewältigen kann. Der Case Manager informiert, vermittelt und koordiniert. Zu den Aufgaben gehören beispielsweise die rasche Organisationen eines Reha Platzes, die Koordination und Organisation der Folgetherapien, die Ausstattung mit eventuell benötigen Hilfsmitteln oder die Organisation einer behindertengerechten Adaptierung der Wohnung.

Case Management ist keine bloße Weitergabe von Kontaktdaten sondern ein vielschichtiges individuelles Unterstützungspaket, welches den betroffenen Personen schnell helfen soll!

Der konkrete Nutzen des Case Management liegt z.B. in einem Krankheitsfall darin, dass durch die koordinierten Interventionen, Behandlungsverläufe zwischen unterschiedlichen beteiligten Einrichtungen (Krankenhäuser, Reha-Zentren, Ärzt/innen, Pflege- oder Beratungseinrichtungen u.v.m.) besser abgestimmt werden können. Daraus resultiert eine schnellere Heilung und die Menschen können wieder rascher in einen normalen Alltag leben. Durch die - an die individuellen Bedürfnisse der Patienten/Patientinnen angepassten – Angebote erhöht sich außerdem die Qualität der Versorgung und die Zufriedenheit der Kund/innen.

Der Weg zum/zur zertifizierten Case Manager/in

Der Weg zur Zertifizierung setzt sich zusammen aus:

A)  Absolvierung von Lehrgängen nach den Richtlinien der ÖGCC (Schritte 1 bis 2)

  • 1. Schritt: Diplomausbildung zum/r Case Manager/in Basismodul gem. ÖGCC inkl. Abschlussarbeit und Prüfung
    In diesem Lehrgang (178 UE) erhalten die Teilnehmer/innen das Basis-Rüstzeug, um Case Management im Sozial- und Gesundheitsbereich professionell anzuwenden. Weiters stellt der Lehrgang eine Grundlage dar, um in weiterer Folge eine Zertifizierung durch die ÖGCC zu erwerben.
  • 2. Schritt: Aufbaulehrgang zum/r zertifizierten Case Manager/in Vertiefungs- und Reflexionsmodul gem. ÖGCC inkl. Abschlussarbeit und Kompetenzgespräch
    Dieser Lehrgang (208 UE) bietet aufbauend auf die Diplomausbildung zum/r Case Manager/in eine fundierte theoretische und praktische Weiterbildung zur erfolgreichen Anwendung von Case Management.

B) Schritt 3: Nachweis der formalen Zugangsqualifikationen und der einschlägigen beruflichen Praxis 

Die ÖGCC fordert für die Zertifizierung von allen Personen zusätzliche Nachweise in den Bereichen:
  • Kommunikation und Gesprächsführung (45 UE)
  • Moderation (15 UE)
  • Selbstreflexion (30 UE) und
  • Rechtskenntnisse (45 UE)

Anmerkung: Sollten bei Personen, die eine Zertifizierung anstreben, bereits Vorqualifikationen in diesen Bereichen vorhanden sein, so können diese angerechnet werden. Für eine Anrechnung sind Nachweise über Inhalt und Umfang dieser Qualifikationen vorzulegen.

Zusätzlich ist zu beachten, dass die ÖGCC bei jeder Person, die eine Zertifizierung anstrebt, neben den formalen Zugangsqualifikationen (abgeschlossene Hochschulstudium ODER vergleichbare Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialbereich etc.) auch den Nachweis einer einschlägigen beruflichen Praxis fordert! Hinweis: Die jeweils aktuellen Informationen samt Beispielen zu diesen vorgeschriebenen Nachweisen (u.a. auch was die die Berufspraxis betrifft) entnehmen Sie bitte den gültigen Richtlinien der Österreichischen Gesellschaft für Care & Case Management auf deren Homepage unter www.oegcc.at

Derzeit gültig (Stand März 2017) sind die auf der Homepage des ÖGCC veröffentlichten „Richtlinien zur Erlangung des Titels „zertifizierte Case Managerin (ÖGCC) / zertifizierter Case Manager (ÖGCC)“ - überarbeitet im Feber 2013. Diese Richtlinien sind als pdf-Dokument verfügbar.

Erlangung des Titels „Zertifizierte Case Managerin (ÖGCC)/ zertifizierter Case Manager (ÖGCC)“ Von der ÖGCC anerkannte Ausbildungsstätten - wie das Kärntner Berufs-förderungsinstitut - prüfen bei jeder Person, die einen solchen Titel erlangen will, die Voraussetzungen, beurteilen sie und bewahren die Nachweise auf.

Das bfi-Kärnten ist, als ÖGCC zertifizierte Ausbildungsstätte, berechtigt den Titel „zertifizierte Case Managerin (ÖGCC) / zertifizierter Case Manager (ÖGCC)“ zu verleihen!

Information & Anmeldung

bfi-Kärnten
Mag. Carmen Wedenig
Bahnhofstraße 44
9020 Klagenfurt am Wörthersee
T: 05 78 78-2045
carmen.wedenig@bfi-kaernten.at
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